Ortsverein Züllighoven e. V.

Geschichte von Züllighoven

Züllighoven ist einer von 13 Ortsteilen der Gemeinde Wachtberg im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Bis zur kommunalen Neugliederung 1969 war Züllighoven eine zum Amt Villip gehörende Gemeinde im damaligen Landkreis Bonn. Züllighoven liegt südlich von Bonn im Drachenfelser Ländchen unmittelbar an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Zu den nächstgelegenen Ortschaften gehören im Norden Kürrighoven, im Westen Berkum, im Südwesten Werthhoven (alle Gemeinde Wachtberg), im Süden Oedingen und im Osten Oberwinter (beide Stadt Remagen).

1670 umfasste Züllighoven acht Häuser. Landesherrlich gehörte die Ortschaft als Teil der Burggrafschaft Drachenfels bis zur Besetzung der linksrheinischen Gebiete durch Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Köln. Die Franzosen, die die Verwaltung in den annektierten Gebieten völlig neu ordneten, führten im Jahre 1800 die Mairieverfassung ein und teilten die Gemeinde Züllighoven der Mairie Villip zu.

1815 fiel das Rheinland und damit auch Züllighoven an Preußen, das die französische Verwaltungseinteilung fast unverändert übernahm. Aus der Mairie wurde die Bürgermeisterei Villip, ab 1930 das Amt Villip, im Kreis (ab 1887 Landkreis) Bonn im Regierungsbezirk Köln der Provinz Jülich-Kleve-Berg, aus der 1822 durch Zusammenschluss mit der Provinz Großherzogtum Niederrhein die Rheinprovinz hervorging. Züllighoven war eine von zehn Gemeinden der Bürgermeisterei Villip. Bei der Volkszählung am 1. Dezember 1910 hatte die Gemeinde 92 Einwohner. Sitz der Amtsverwaltung war zuletzt Berkum.

Am 1. August 1969 wurde die Gemeinde Züllighoven durch das Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) mit den übrigen Gemeinden des Amtes Villip und den Gemeinden Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf des Amtes Meckenheim zur neuen Gemeinde Wachtberg zusammengeschlossen, die zusammen mit den nicht nach Bonn oder Wesseling eingemeindeten Teilen des gleichzeitig aufgelösten Landkreises Bonn in den Siegkreis eingegliedert wurde, der seitdem Rhein-Sieg-Kreis heißt.

Meilensteine von Züllighoven und der Gemeinde Wachtberg

  • 1166 - Gründung Züllighoven

    Im Mai 1166 wurde Züllighoven gegründet. Bestätigungsurkunde (Gründungsurkunde) des Erzbischofs von Köln für den Ort "Zullengouen" für den kirchlichen Lehnsherren "Bonn Cassiusstift".

  • 1296 - Siegel der Grafen von Drachenfels

  • 1402 - "Gründung" Drachenfelser Ländchen

    Die Grafen von Drachenfels erwerben die Burg Gudenau und nehmen dort ihren Sitz. 1301 tauchen sie hier zwar erstmals vom Rechtsrheinischen aus auf, aber erst hundert Jahre später wird die Gudenau zum Verwaltungs- und Wohnsitz des Territoriums (s.a. "600 Jahre Drachenfelser Ländchen" aus dem Jahr 2002).

  • um 1808 - Drachenfelser Ländchen

  • um 1810 - Zelichowen und Schisgraff

  • 1815 - Grube Laura

    Konzessionserteilung auf Blei, Kupfer und Zink. Das Bergwerk war bereits seit 1804 in Betrieb. Ausdehung: Berkum, Kürrighoven, Werthhoven und Züllighoven. Stilllegung vor dem 1. Weltkrieg.

  • 1857 - Grube Züllighoven

    Konzessionserteilung auf Braunkohle und Alaun. Ausdehnung: Züllighoven. Stilllegung zwischen 1864 und 1898.

  • 1934 - Luftbildkarte

  • 1940 - Erste Ernte in Züllighoven

  • 1965 - Züllighoven mit Domsteinbruch

  • 1958 - Züllighovener Tambourcorps

  • 1969 - Gründung der Gemeinde Wachtberg

    Zusammenschluss der Gemeinden des Amtes Villip und Meckenheim zu der neuen Gemeinde Wachtberg als Ergebnis des Gesetzes zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn.

  • 1970 - Spielmannszug Züllighoven

    Impression vom Züllighovener Spielmannszug am 20.09.1970.

  • 1971 - 1. Bus in Züllighoven

    Am 1. März 1971 fährt der erste Bus nach Züllighoven.

  • 1973 - Züllighoverner Tambourcorps

    In der zweiten Reihe von rechts, dritter Musiker ist Alois Hochgürtel zu sehen.

  • 1979 - Einweihung der Pius-Kapelle

    Nach fast 100 Jahren konnte die Pius-Kapelle fertiggestellt werden und wurde im Jahr 1979 dem Heiligen Pius X. geweiht.

  • 1979 - Fronleichnamprozession

    Zu sehen ist u.a. der Tambourcorps Edelweiss Züllighoven, der 1927 gegründet wurde.

  • 1986 - Luftbildkarte

  • 1996 - Richtfest des Treffs

    ???

  • 1997 - Bolzplatz

    alter Brunnen ???

  • 2012 - Breitband-Internet-Anbindung etabliert

    Nach langen Jahren des Wartens steht nun allen Züllighovenern schnelles Internet zur Verfügung. Vertragsabhängig sind bis zu 16 MBit möglich.

  • 2014 - Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg zu Besuch in Züllighoven

    Am 7. September 2014 war die Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg zu Besuch in Züllighoven.

  • 2014 - Impressionen von der Kirmes Züllighoven

    Am 17. August 2014 wurde in Züllighoven die traditionelle Kirmes gefeiert.

  • 2015 - Martinsfeuer

  • Danksagung

    Hervorheben möchten wir an dieser Stelle die gute Zusammenarbeit mit unserer Gemeinde Wachtberg. Ganz besonders bedanken wir uns für die Unterstützung bei der Recherche historischer Texte und Bilder bei Frau Dr. Barbara Hausmanns vom Gemeindearchiv Wachtberg.